So viel Interesse zeigen die städtischen Parlarmentarier an der Zukunft HoyWoys

Vielleicht war ich naiv. Vielleicht war ich blauäugig. Vielleicht war ich zu idealistisch? Ich hatte letzte Woche berichtet, welche Pläne das Sächsische Innenministerium für die Zukunft der Sächsischen Verwaltung hat. Dabei würde Hoyerswerda vorsichtig ausgedrückt einfach nur platt gemacht werden. Meine Schlußworte lauteten:

Jetzt geht’s los – alle Mann in die Spur und richtig Lärm machen, nur so nimmt man die Belange der Stadt Hoyerswerda auch im – gefühlt – Millionen Kilometer entfernten Dresden wahr. Das große Geschacher um Ämter und Arbeitsplätze hat begonnen.

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Jetzt geht’s looooooos: Das große Geschacher um die Ämter und Arbeitsplätze

Unter der Überschrift „Moderne Verwaltung“ läuft derzeit eine groß angelegte Informations- und Imagekampagne des Freistaates Sachsen. Ziel ist es, den Bürgern die geplanten Kürzungen im Verwaltungssektor schmackhaft zu machen und Widerspruch möglichst gering zu halten. Dieses Ziel kann nur erreicht werden, wenn sich für die Bürger in Ballungszentren möglichst nichts verschlechtert. Dadurch müssen dann eben die Bürger auf dem „Land“ bluten, Bürger solch unbedeutender Städte wie Hoyerswerda…

Dabei sind die Leitlinien für die Neugestaltung der Verwaltung schon verräterisch:

Ausgehend von der Ausgangslage bildeten folgende allgemeine, ressortübergreifende Kriterien die Grundlage für die Standortentscheidungen:

  1. die bestmögliche Erreichbarkeit der betreffenden Behörden für den Bürger,
  2. eine regional ausgewogene Verteilung der Verwaltungsstandorte,
  3. die Vermeidung von sich überschneidenden Zuständigkeitsbereichen,
  4. und die gleichzeitige Berücksichtigung der Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit der zu Verfügung stehenden Immobilien.

Denn hier stehen keine Kriterien, ob dies für die Ausdehnung in der Fläche gilt oder für die Anzahl der Einwohner. Natürlich ist der Verwaltung für Einwohner in Dresden stets ideal erreichbar, weil hier viele hunderttausend Bürger auf einem Flecken wohnen. Natürlich ist es aus Dresdner Sicht regional ausgewogen, wenn die Verwaltungsstandorte an den Kreishauptstädten platziert werden. Wer sich aber den Kreis Bautzen ansieht, wird schnell erkennen, dass es inbesondere für Kamenzer und Hoyerswerdaer nahezu unzumutbare Wege zur Verwaltung gibt, zumal Hoyerswerda ja nicht mal mehr eine Bahnanbindung in die Kreis(haupt)stadt hat.

Aber der Reihe nach, was soll uns denn in Zukunft noch zustehen dürfen?

Polizeirevier Hoyerswerda – bleibt bestehen, Verwaltung wird aber stark ausgedünnt. Finanzamt Hoyerswerda – wird komplett aufgelöst und nach Bautzen gegeben. Staatsanwaltschaft Hoyerswerda – wird komplett aufgelöst und nach Görlitz gegeben, Bautzen erhält Außenstelle. Amtsgericht Hoyerswerda – bleibt erhalten, das Grundbuchamt wird aber nur noch eine Außenstelle des Grundbuchamts Kamenz sein. Das neu geschaffene Landesamtes für Straßenbau und Verkehr wird in Bautzen angesiedelt. Das Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie geht nach Kamenz mit Außenstelle in Löbau. Die neue Sächsischen Bildungsagentur bekommt eine Regionalstelle in Bautzen.

Der aufmerksame Leser merkt: Die personalintensiven Behörden wie das Finanzamt sind alle nicht mehr in Hoyerswerda. Folglich entsteht auch im Behördenpark am Pforzheimer Platz eine gähnende Leere, die sehr teuer werden kann. Denn, dass auch Leerstand exorbitante Kosten verursacht, wissen wir ja von den Großvermietern.

Und natürlich kommen sie jetzt wieder und schießen aus allen Löchern: Unsere Politiker. Natürlich müssen sich jetzt vor allem die CDU-Politiker gefallen lassen, dass man mehr von ihnen erwartet. Es war ja das Totschlagargument für unseren Bürgermeister Skora, dass er in der richtigen Partei sei und den Draht nach Dresden hätte. Und los geht es heute mit Meldungen, Bürgermeister Skora und CDU-Landtagsabgeordneter Hirche hätten sich beim CDU-Finanzminister stark gemacht für Hoyerswerda. Klaro, große Worte. Aber genau das ist jetzt auch gefragt: Ein nicht enden wollender Aufschrei aller Politiker und Medien in Hoyerswerda und Umgebung. Jetzt müssen wir trommeln und der Landespolitik klar machen: Nicht mit uns!

Sollen sie doch Städten wir Bautzen, Kamenz oder Görlitz die Ämter wegnehmen und dicht machen! Sollen sie doch auf zwei, drei unbedeutende Ämter in Dresden verzichten. Sollen Sie doch Forschungseinrichtungen nach Hoyerswerda geben. Dort tut es nicht weh. Für Hoyerswerda ist jedoch jeder einzelne verlorene Arbeitsplatz, jeder weitere fehlende Lohnsteuerzahler ein mittlere Katastrophe. Meldungen, wie die, dass das Innenministerium für den Wandel in der Hoyerswerdaer Neustadt wirbt, können die Seele nicht beruhigen, denn das ist defacto nichts wert. Schafft keinen Arbeitsplatz und wird niemanden überzeugen, in HoyWoy wohnen zu bleiben.

Daher auch meine Ermunterung: Jetzt geht’s los – alle Mann in die Spur und richtig Lärm machen, nur so nimmt man die Belange der Stadt Hoyerswerda auch im – gefühlt – Millionen Kilometer entfernten Dresden wahr. Das große Geschacher um Ämter und Arbeitsplätze hat begonnen.

Die Rattenfänger von Hoyerswerda – mit freundlicher Unterstützung der Sächsischen Staatsregierung

Ein Gespenst geht derzeit in den ostdeutschen Bundesländern um. Der sogenannte Solidarpakt II, wurde im Jahr 2001 als Ergänzung zum 2004 ausgelaufenen Solidarpakt I geschaffen, um den neuen Bundesländern auch weiterhin bei der Lösung der strukturellen Probleme beizustehen. Dieser endet 2019 und wird nicht mehr verlängert. Und damit sich die Länder daran gewöhnen können, schmilzt der jährlich gezahlte Betrag immer weiter ab. Die Länder sind also gezwungen, zu handeln.

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Das ist also Hoyerswerda?

Das also ist Hoyerswerda? So sehen es jedenfalls Kommentatoren bei LR-Online.
Das also ist Hoyerswerda? So sehen es jedenfalls Kommentatoren bei LR-Online.

Es ist mir eigentlich nur aufgefallen, weil ich mal schauen wollte, wie sich der LR-Artikel zum Thema Abriss in Hoyerswerda entwickelt hat. Am Montag hatte ich ja schon proklamiert, dass der Bericht noch weit über 1000 Klicks erreichen wird. Das hat er auch. Aber er hat auch Reaktionen – Kommentare bei LR-Online – provoziert.

 

Steht HoyWoys Fußball vor der letzten großen Fusion?

Der Hoyerswerdaer Fußball hat wahrlich schon bessere Zeiten erlebt – aber auch Hoyerswerda hat schon bessere Zeiten erlebt. Diesen Sinnspruch sollten sich Einige besser als Poster direkt über das Bett oder vor den Schreibtisch hängen und sich täglich daran erinnern.

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Weihnachtspost für 1919-Mitglieder

Weihnachten ist die Zeit im Jahr, in der auch wirkliche Schreibmuffel – ich zähle mich ja selber dazu – mal wieder zu Stift und Papier greifen und dann tatsächlich echte Briefe schreiben. Mit Liebe, mit Hingabe. Einen solchen Brief erhalten zur Zeit auch die Mitglieder des Hoyerswerdaer Sportvereins 1919. Nur, ob dieser Brief wirklich so hingebungsvoll und mit Liebe gemeint ist?

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Stadtmarketing in günstig: Felix Ringel

Die Stadt Hoyerswerda hat im Jahr 2009 beschlossen, sich mal ein anständiges Stadtmarketing-Konzept zu gönnen. Wenn man so etwas will, dann hat man zwei Möglichkeiten:

  1. Man sucht sich eine kleine lokale Marketing-Klitsche, die die Region, die Stadt und ihre Stärken und Schwächen kennt. Der Vorteil sind die geringen Kosten und dass das Ergebnis ohne Diskussion sehr wahrscheinlich den Erwartungen entsprechen wird. Das ist dann aber auch schon der Nachteil. Weltbewegendes ist nicht zu erwarten.
  2. Man sucht sich eine Riesenbude mit Renommé. Das kostet zwar eine hübsche Stange Geld, doch der professionelle Blick von Außen, ist oft Gold wert. So bewerten vollkommen Unwissende das bereits Existierende aus einer neutralen Sicht, so wie es auch beim Zielpublikum des Marketings ankommen würde. Nachteil sind die exorbitant hohen Kosten, eine gewisse Arroganz der „Profis“ und die „Fließbandproduktion“ solcher Marketing-Konzerne.

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Einkaufsstadt Hoyerswerda – Problem: Leerstand

Einkaufsstadt Hoyerswerda - Problem: Leerstand
So kreativ geht die Grünewaldepassage mit dem Leerstand um.

Leerstand. Das ist eines der drängensten Probleme in Hoyerswerda. Und nicht nur die beiden Großvermieter Lebensräume und Wohngsgesellschaft und die vielen Häuslebauer haben mit Leerstand in ihren Wohnimmobilien zu kämpfen. Auch und gerade bei den Gewerbeimmobilien gab es in den letzten Jahren immer wieder Schiewrigkeiten. So hatte das Treff 8 Center jahrelang schwer zu kämpfen, dass alle Flächen vermietet wurden, offensichtlich half hier, dass ein ortskundiges Centermanagement eingeführt wurde. Probleme, die man im Lausitz-Center eher weniger kennt, denn da ist die Frequenz so hoch, dass leere Ladenlokale schnell wieder vermietet werden. Laut Eigenangaben sollen dort wöchentlich 120.000 Besucher unterwegs sein. Doch während diese beiden Großeinkaufscenter es noch vergleichsweise leicht haben, gibt es in der Stadt ein besonderes Sorgenkind und das schon seit seiner Errichtung: Die Grünewald-Passage.

 

Geld stinkt nicht? Erhöhung der Hundesteuer

Ich hatte das Thema Haushaltskonsolidierungskonzept bereits vor einigen Wochen im Zusammenhang mit der Hoyerswerdaer Zoo angeschnitten. Da ging also ein Gutachter in monatelanger Arbeit über den Haushaltsplan der Stadt Hoyerswerda – selbstredend ohne Sachkenntnis der realen Bedingungen vor Ort – und listete in 108 Einzelkonsolidierungsvorschlägen Sparmaßnahmen auf, die helfen sollen, den Hoyerswerdaer Stadthaushalt zu sanieren. So sollten die Stadträte doch bitteschön die Hälfte ihrer Aufwandsentschädigungen „freiwillig“ spenden, die Stadt sich den Denkmalschutz zurecht sparen und und und.

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Über Leben im Abrisshaus im Hoyerswerdaer WK IX

Wenn in Hoyerswerda in den vergangenen Jahren etwas Konjunktur hatte, dann war es die Abrissbranche. Viele tausend Wohnungen in Plattenbauweise, vorzugsweise aus den 80ern wurden schon abgerissen. Bis 2020 sollen über 10000 Wohnungen „rückgebaut“ sein – so nennt man hier den brutalen Abriss mit dem die ostsächsische Stadt versucht, dem extremen Bevölkerungsschwund Herr zu werden. Lebten hier in den Achtzigerjahren noch über 70000 Menschen, sind es nun 35000 – trotz vieler Eingemeindungen. Und in den nächsten zehn Jahren könnten es nur noch 25000 Einwohner sein. Aktuell auf der Abrissliste: Der Wohnblock in der Gerhard-von-Scharnhorstraße mit den Hausnummern 7-17.

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